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Schreiben Sie Miss Lonelyhearts
Aus dem amerikanischen Englisch von Fritz Güttinger. Mit einer Einführung von Alan Ross

›Miss Lonelyhearts‹ ist der Briefkastenonkel einer New Yorker Zeitung, der im Zeitalter gestörter Kommunikation für neue Abonnenten sorgen soll: »Haben Sie Sorgen? Brauchen Sie Rat? – Schreiben Sie Miss Lonelyhearts!« Aber der junge Mann, welcher der Leserschaft als ›Miss Lonelyhearts‹ Ratschläge erteilt, ist als Seelsorger des modernen Amerika schlecht geeignet: Zum Zyniker fehlt ihm die Unmenschlichkeit, zum Wahnleben die gesunde Dummheit. Schließlich ist er selbst reif für ›Miss Lonelyhearts‹.

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Taschenbuch, 144 Seiten
erschienen am 01. Januar 1972

978-3-257-20058-4
€ (D) 14.00 / sFr 19.00* / € (A) 14.40
* unverb. Preisempfehlung

Pressezitate

Raymond Chandler
»Kristallisiert, vollendet und, soweit es für solche Dinge heutzutage gilt, ewig.«
Dashiell Hammett
»›Miss Lonelyhearts‹ ist aus dem Stoff, aus dem unsere Zeitungen sind – nur, West erzählt die Wahrheit.«
The New Yorker
»Immer noch brillant, exakt und wild … Eines der Meisterwerke der modernen Literatur.«

Verfilmungen

1958
Das Leben ist Lüge, Vincent J. Donehue
Nathanael
West
Nathanael West wurde 1903 als Nathan Wallenstein Weinstein in New York City geboren, wo er deutschsprachig aufwuchs. Seine Eltern waren litauisch-jüdische Einwanderer. Nachdem er von der Tuft University verwiesen wurde, schrieb er sich an der Brown University mit falschen Zeugnissen ein, die von einem Namensvetter stammten, und verließ die Hochschule mit einem (echten) Diplom. 1924 schloss er sein Studium mit dem ›Bachelor of Philosophy‹ ab. Wie die meisten Exponenten der ›Lost Generation‹ zog es ihn in den zwanziger Jahren nach Paris. In den zwei Jahren dort bewegte er sich in den Kreisen der Dadaisten und Surrealisten. Nach Amerika zurückgekehrt, schlug er sich als Hotelmanager durch, gab mit William Carlos Williams die Zeitschrift ›Contact‹ heraus, lieferte Beiträge für George Grosz' satirisches Blatt ›Americana‹, war bekannt mit Erskine Caldwell, Malcolm Cowley, Alfred Kazin, Ring Lardner, Dorothy Parker und befreundet mit F. Scott Fitzgerald, als dessen ›kleiner Bruder‹ er galt. Wie dieser vergeudete er in Hollywood sein Talent mit Drehbüchern für drittklassige Streifen. Er starb bei einem Autounfall, einen Tag nach Fitzgerald.
Foto: Archiv Diogenes Verlag

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