Zorn der Verlierer
An der Universität von Athen geraten die Geisteswissenschaften immer mehr unter Druck, Technik- und Wirtschaftsfächer hingegen werden gefördert. Viele Studierende wehren sich rabiat gegen diese Politik. Als ein Mathematikprofessor tot aufgefunden wird, fällt der Verdacht sogleich auf die jungen Aufrührer. Kostas Charitos und Antigoni Ferleki gehen der Spur nach, doch verirren sie sich bald im Labyrinth der griechischen Bildungsstätten.
Unruhige Zeiten an den Hochschulen Athens – doch der Druck auf die Studierenden, sich auf die vermeintlich wichtigen Fächer zu konzentrieren und sich in ihnen zu profilieren, beginnt schon in den Schulklassen. »Wer interessiert sich heute noch für Philosophie, Literatur oder Poesie? Alles dreht sich nur noch um technologisches und mathematisches Wissen, das der Wirtschaft nützt. Heutzutage werden Bibliotheken durch Handys und Suchmaschinen ersetzt.« Wenn man diese Zeilen des Bekennerschreibens liest, scheint klar, worum es den Tätern beim Mord an dem Professor ging. Wie ist es nur um das Geburtsland unserer Kultur bestellt, wenn wirtschaftliche Interessen übermächtig werden? Bald schon müssen Kostas Charitos und Antigoni Ferleki jedoch erkennen, dass das Opfer auch ein Schuldiger war und dass der Zorn und die Verunsicherung der Täter tief sitzen.










