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Pierre Ambroise François Choderlos de Laclos
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Pierre Ambroise François Choderlos de Laclos

Geboren am 18.10.1741 in Amiens, gestorben am 5.9.1803 in Tarent, dort in der Nähe auf der Isola San Paolo begraben, später wurde seine Asche in den Golf von Tarent verstreut. Der Adel seiner Eltern war allzu jung, als daß er dem ehrgeizigen Offizier für die Karriere von Nutzen hätte sein können: Seit 1774 bevorzugte ein Erlaß des Königs alten Adel bei der Beförderung. Vielleicht fiel deshalb in seinem einzigen Roman, ›Gefährliche Liebschaften‹, die Kritik an der Korruption und Vergnügungssucht der Adeligen so scharf aus. Der Briefroman war ein Skandalerfolg und Bestseller – und blieb das Meisterwerk seiner Gattung. Von einer grundlegenden Abneigung gegen den Adel kann aber nicht die Rede sein, da Laclos nach der Revolution in Pamphleten für eine konstitutionelle Monarchie plädierte, was ihn beinahe den Kopf gekostet hätte. Unter Napoleon ging sein Jugendtraum in Erfüllung, doch das Glück währte nur kurz. Drei Jahre nach der Ernennung zum General starb Choderlos de Laclos an Typhus.
Verfilmungen
  • Quartett, Barbara Frey, 2007
  • Gefährliche Liebschaften, Josée Dayan, 2002
  • Valmont, Milos Forman, 1989
  • Gefährliche Liebschaften, Stephen Frears, 1989
  • Gefährliche Liebschaften, Roger Vadim, 1959
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»Der Briefroman ›Die gefährlichen Liebsschaften‹ von Choderlos de Laclos erschien 1782, also an der Schwelle der Französischen Revolution. Dennoch ist er nicht so sehr die Ankündigung eines neuen Zeitalters, vielmehr die Abrechnung mit einem alten, das, morbide geworden, die Privilegien seiner führenden Schicht, des Adels, nur noch in Korruption und Intrige sich äußern sieht. De Laclos war ein Moralist, der seiner Gesellschaft den Spiegel ihrer Unmoral vorhielt. Eine moderne Gesellschaft, die sich offenbar in ihren selbstkritischen Momenten für ähnlich morbide und abgewrackt hält, greift begierig nach diesem alten Spiegel, um sich selbst darin zu betrachten.«
Hellmuth Karasek
»Mit ihren beiden Hauptfiguren sind die ›Gefährlichen Liebschaften‹ eine Mythologie des Willens. Aber sie sind auch etwas anderes: Die Erotisierung des Willens.«
André Malraux
»›Gefährliche Liebschaften‹ ist unter den erotischen und gesellschaftskritischen Romanen des französischen 18. Jahrhunderts vielleicht der klügste, kühlste, unsentimentalste. Literarisch und psychologisch glänzend.«
Hermann Hesse
»Der Briefroman ›Die gefährlichen Liebsschaften‹ von Choderlos de Laclos erschien 1782, also an der Schwelle der Französischen Revolution. Dennoch ist er nicht so sehr die Ankündigung eines neuen Zeitalters, vielmehr die Abrechnung mit einem alten, das, morbide geworden, die Privilegien seiner führenden Schicht, des Adels, nur noch in Korruption und Intrige sich äußern sieht. De Laclos war ein Moralist, der seiner Gesellschaft den Spiegel ihrer Unmoral vorhielt. Eine moderne Gesellschaft, die sich offenbar in ihren selbstkritischen Momenten für ähnlich morbide und abgewrackt hält, greift begierig nach diesem alten Spiegel, um sich selbst darin zu betrachten.«
Hellmuth Karasek
»Mit ihren beiden Hauptfiguren sind die ›Gefährlichen Liebschaften‹ eine Mythologie des Willens. Aber sie sind auch etwas anderes: Die Erotisierung des Willens.«
André Malraux
»›Gefährliche Liebschaften‹ ist unter den erotischen und gesellschaftskritischen Romanen des französischen 18. Jahrhunderts vielleicht der klügste, kühlste, unsentimentalste. Literarisch und psychologisch glänzend.«
Hermann Hesse
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