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Geteiltes Haus
Aus dem Tschechischen von Sophia Marzolff

Benetzko im Riesengebirge in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts: Hier wachsen zwischen Regimewechseln und verheerenden Kriegen auch Zdenka und Anežka auf. Die eine tschechisch, die andere deutsch, werden sie beide eigensinnige Frauen, die im Laufe der Jahrzehnte mit so einigem kämpfen und hadern – wildernden Männern, keifenden Schwiegermüttern, desertierenden Kindern oder ihren Nationalitäten – und vieles verlieren, aber niemals ihre Freundschaft.

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Benetzko im Sudetenland. Hier begegnen sich Wilderer und freigeistige Frauen, Stofffabrikanten und spiritistische Damen, hier heiraten Tschechen Deutsche – nur um sich dann darüber zu streiten, welche Nationalität sie bei der Volkszählung angeben sollen, wer zuerst die neue Schule bauen wird und wer einen Hund namens Masaryk getötet hat. Inmitten geheimer Romanzen, Desertionen aus der Armee, beiläufigem Verrat und Namensänderungen kosten kleine Entscheidungen am Ende Menschenleben. Ausgehend von der Geschichte ihrer eigenen Familie – von kostbaren Erinnerungen und traurigen Memoiren, von Fotos, vergilbten Zeitungen und Archivfunden – webt die Autorin eine mitreißende Familiensaga.

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eBook, 880 Seiten (Printausgabe)
erschienen am 19. August 2026

978-3-257-61635-4
€ (D) 24.99 / sFr 32.00* / € (A) 24.99
* unverb. Preisempfehlung

Pressezitate

Paul Jandl
Neue Zürcher Zeitung, Zürich

»Eine weit ausholende und zugleich fast kriminalistisch erzählte Familiengeschichte aus dem Riesengebirge.«

Thomas Brussig

»Dieser große Roman wirkt wie eine Fußnote zu Thoreaus berühmtem Verdikt, wonach die meisten Menschen ein Leben in stiller Verzweiflung führen. Frauen, die sich für die falschen Männer entscheiden, Männer, die in Verblendungen und Selbsttäuschungen gefangen sind. Lassen Sie sich nicht von Alice Horáčkovás nostalgiegeschwängertem Provinzcharme täuschen; ihre wuchtige Riesengebirge-Chronik ist ein Gemälde existenziellen Horrors.«

Jaroslav Rudiš

»Im Riesengebirge wurde Tschechisch und Deutsch gesprochen, und die Schicksale von Familien kreuzten sich, vermischten sich und prallten aufeinander. All das hallt in diesem außergewöhnlichen Roman nach.«

Peer Teuwsen
NZZ am Sonntag, Zürich

»Ein fesselndes Stück Literatur über das seltsame Wesen Mensch.«

Peter Twiehaus
ZDF Morgenmagazin

»Eine prall gefüllte Familiensaga aus dem Sudetenland, mit großer Kunstfertigkeit und Detailfülle erzählt. Ein Buch zum Eintauchen.«

Stefan Rammer
Pasauer Neue Presse

»880 Seiten geballte Geschichtslektüre, spannend verpackt, das bietet dieser Roman.«

Judith Hoffmann
ORF Ö1 Morgenjournal

»Ein aufwühlendes, nachhaltig einprägsames und auf vielen Ebenen großartiges Leseerlebnis.«

Alice
Horáčková

Alice Horáčková, 1980 in Prag geboren, studierte Sozialwissenschaften an der Karls-Universität. Ihr erstes Buch, ›Vladimíra Čerepková‹ (Argo, 2014), die literarische Biografie einer vergessenen Beat-Dichterin, wurde für den Josef-Škvorecký-Preis und den Magnesia Litera 2014 für die Entdeckung des Jahres nominiert. ›Geteiltes Haus‹ ist ihr zweites belletristisches Buch und das erste, das auf Deutsch erscheint. Horáčková lebt als freiberufliche Schriftstellerin in Prag.

Foto: © Richard Klícník