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Eine Messe für die Stadt Arras
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Eine Messe für die Stadt Arras

Ketzerprozesse, Hexenjagden, Judenverfolgungen und die Inquisition – ein Geschichtsroman und eine aufrüttelnde, zeitlose Studie über Massenwahn und den Zerfall einer Gesellschaft. Wenngleich es der Roman ›Die schöne Frau Seidenman‹ war, der Szczypiorski – quasi über Nacht – weltberühmt machte, halten doch viele ›Eine Messe für die Stadt Arras‹ für das Hauptwerk dieses großen Homme de lettres, der mit Leben und Werk einen bedeutenden Beitrag zur Völkerverständigung zwischen Ost und West geleistet hat.
Mehr zum Inhalt
Ketzerprozesse, Hexenjagden, Judenverfolgungen – eine aufrüttelnde Studie über Massenwahn und den Zerfall einer Gesellschaft. Im Frühling des Jahres 1458 wurde die Stadt Arras von Hungersnot und Pest heimgesucht. Im Laufe eines Monats fand beinahe ein Fünftel der Stadtbevölkerung den Tod. Kurze Zeit später kam es aus ungeklärten Gründen zur berüchtigten ›Vauderie d'Arras‹ – grausamen Juden- und Hexenverfolgungen, Prozessen wegen angeblicher Häresie und auch zu Brandschatzung und Gewaltverbrechen. Nach drei Wochen trat wieder Ruhe ein. Geraume Zeit danach erklärte David, Bischof von Utrecht und unehelicher Sohn Philipps des Guten, des Herzogs von Burgund, alle Hexen- und Ketzerprozesse für nichtig und segnete die Stadt. Diese Ereignisse bilden den Hintergrund für einen packenden Geschichtsroman, mit dem Szczypiorski einmal mehr zum Verstehen auffordert und gleichzeitig an brandaktuelle »heiße Eisen« rührt: Warum ist es so schwierig für den Einzelnen, einen Konsens der Masse abzulehnen, sich gegen einlullenden Konformismus zu wenden? Wie bringen es religiöser und ideologischer Fanatismus fertig, immer wieder die Scheiterhaufen zu entzünden, auf denen »Hexen«, »Juden«, »Andere« verbrannt werden? Ohne einen Moment lang die Spannung zu unterbrechen, bringt dieses Buch dem Leser Menschheitsdramen und ihre Zusammenhänge nahe.

eBook
208 Seiten (Printausgabe)
erschienen am 28. Juli 2021

978-3-257-61223-3
€ (D) 8.99 / sFr 12.00* / € (A) 8.99
* unverb. Preisempfehlung
»Ein historisches Gleichnis zur Erkundung von Schicksalsfragen eines Volkes: Totalitarismus, Fremdherrschaft, Fanatismus und Anpassung. Die ästhetische Ausstrahlung des Romans, seine Wirkung, beruht zum großen Teil auf der Spannung, die das Gleichgewicht zwischen Aussprechen und Nicht-Aussprechen erzeugt.«
Neue Zürcher Zeitung