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Freiheit von Gewalt und Lüge

Freiheit von Gewalt und Lüge

Gedanken über Aufklärung, Fortschritt, Kunst, Liebe, Müßiggang und Politik
Zusammengestellt von Peter Urban. Mit fünf Porträts und einer Selbstkarikatur von Doktor Cechov
Peter Urban, Herausgeber und Übersetzer der größten nichtrussischen Cechov-Edition, die im Diogenes Verlag erscheint, hat für diesen Almanach Gedanken und Überlegungen Cechovs zu Stichworten von A bis Z zusammengestellt.
Mehr zum Inhalt
»Das ist die gemeinste Faulheit: die des Denkens.\Ich bin kein Liberaler, kein Konservativer, kein Reformanhänger, kein Mönch, kein Indifferenter. Ich möchte ein freier Künstler sein und nichts weiter, und ich bedaure nur, dass Gott mir nicht die Kraft gegeben hat, einer zu sein. Ich hasse Lüge und Gewalt in all ihren Erscheinungsformen, und Konsistorialsekretäre sind mir gleichermaßen zuwider wie N. und G. Pharisäertum, Stumpfsinn und Willkür herrschen nicht allein in Kaufmannshäusern und Gefängnissen; ich sehe sie in der Wissenschaft, in der Literatur, unter der Jugend … Darum hege ich gleichermaßen geringe Vorliebe für Gendarmen, für Fleischer, für Gelehrte, für Schriftsteller, für die Jugend. Firma und Etikett halte ich für ein Vorurteil. Mein Allerheiligstes sind – der menschliche Körper, Gesundheit, Geist, Talent, Begeisterung, Liebe und absolute Freiheit von Gewalt und Lüge, worin sich die beiden Letzteren auch äußern mögen. Das ist das Programm, an das ich mich halten würde, wenn ich ein großer Künstler wäre.«

Taschenbuch
160 Seiten
erschienen am 24. Mai 2002

978-3-257-22437-5
€ (D) 8.90 / sFr 12.90* / € (A) 9.20
* unverb. Preisempfehlung
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»Niemand erkannte so klar wie Cechov die Tragik im Kleinkram des Lebens, niemand verstand vor ihm, den Menschen so schonungslos wahrhaftig das Bild ihrer kleinbürgerlichen Alltäglichkeit zu zeichnen.«
Maxim Gorki