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Ein unnötiger Sieg

Ein unnötiger Sieg

Frühe Novellen und Kleine Romane
Aus dem Russischen von Beate Rausch und Peter Urban. Herausgegeben, mit Anmerkungen und einem Nachwort von Peter Urban
Der Band widerlegt die liebgewordene Legende, Cechov habe zuerst humoristische Kurzgeschichten geschrieben und sich erst allmählich an die große Form (z.B. ›Die Steppe‹, ›Das Duell‹) herangeschrieben – Cechovs früheste Erzählungen sind große Werke im doppelten Sinn des Wortes.
Mehr zum Inhalt
Selbst der Kenner Anton Cechovs wird in den vorliegenden frühen Texten einem nahezu unbekannten Cechov begegnen – einem witzigen und wortgewandten Gesellschaftskritiker. Zielscheibe seiner Kritik sind die verkommene russische Adelsgesellschaft und ihre verlogenen Sitten in den 70er und 80er Jahren des 19. Jahrhunderts, die große Kluft zwischen dem unverdienten Luxus der Herrschenden und dem armseligen Leben der ehemals Leibeigenen, die sich aus der Rolle der Unterdrückten auch nach Aufhebung der Leibeigenschaft 1861 nicht befreien konnten. Cechov, der diese himmelschreiende Ungerechtigkeit in seiner Kindheit am eigenen Leibe schmerzlich erfahren musste, verurteilt sie in diesen frühen Texten schärfer und heftiger als später. Der Leser lernt den jungen, erst 22-jährigen Cechov kennen, dessen Erzählstil erstaunlicherweise bereits völlig ausgereift ist. Mit Vergnügen liest sich, wie souverän der junge Autor mit den Romanklischees seiner Zeit spielt und sie gekonnt parodiert – immer mit einem sarkastisch-ironischen Unterton.

Taschenbuch
368 Seiten
erschienen am 01. April 2002

978-3-257-23330-8
€ (D) 12.90 / sFr 18.90* / € (A) 13.30
* unverb. Preisempfehlung
Auch erhältlich als
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