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Tag der Heuschrecke
Ein Hollywood-Roman
Aus dem Amerikanischen von Fritz Güttinger
Die legendäre Satire auf die Traumfabrik Hollywood. Nathanael West, der wie sein Freund F. Scott Fitzgerald jahrelang als Drehbuchautor in Hollywood verschlissen wurde, hat den Tagträumen des Filmproletariats seine Stimme gegeben: ein Rachefeldzug gegen Hollywood, der den Alptraum Amerika entlarvt.
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Einer der besten Hollywood-Romane, obwohl (oder weil) er die Welt der Traumfabrik nur in ihrem Abglanz schildert, wie er über einigen Randfiguren dieser surrealistischen Welt liegt – eine Welt voll grotesker Missgestalten, wie George Grosz sie gesehen hat: eine vom Filmfimmel erfasste, schöne Siebzehnjährige; ihr Vater, ein abgetakelter Komödiant; ihr Anhang, ein streitsüchtiger Zwerg, ein geschniegelter Cowboy-Darsteller, ein Mexikaner, der Hahnenkämpfe veranstaltet, ein Hotelangestellter aus Iowa (einer von den vielen, die nach Kalifornien kommen, um zu sterben) und vor allem der junge Künstler, der in dem verrückten Rummel die künftige Katastrophe erahnt und in seinem Schreckensbild vom ›Brand von Los Angeles‹ gestaltet, das gewissermaßen das Leitmotiv bildet.
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eBook, 256 Seiten (Printausgabe)
erschienen am 28. Juli 2021

978-3-257-61221-9
€ (D) 7.99 / sFr 10.00* / € (A) 7.99
* unverb. Preisempfehlung

Pressezitate

Edmund Wilson
»Ein hervorragendes Buch, in seiner eigentümlichen Verbindung von wohlgeratener Form mit inhaltlicher Hässlichkeit und Düsterkeit – wie schon ›Miss Lonelyhearts‹ – ganz unvergleichlich.«
Kultur!news, Hamburg
»Eine legendäre Satire über die Verrücktheit des Filmgeschäfts, die seit bald sechzig Jahren als die Abrechnung mit Hollywood gilt.«

Verfilmungen

1974
Der Tag der Heuschrecke, John Schlesinger
Nathanael
West
Nathanael West wurde 1903 als Nathan Wallenstein Weinstein in New York City geboren, wo er deutschsprachig aufwuchs. Seine Eltern waren litauisch-jüdische Einwanderer. Nachdem er von der Tuft University verwiesen wurde, schrieb er sich an der Brown University mit falschen Zeugnissen ein, die von einem Namensvetter stammten, und verließ die Hochschule mit einem (echten) Diplom. 1924 schloss er sein Studium mit dem ›Bachelor of Philosophy‹ ab. Wie die meisten Exponenten der ›Lost Generation‹ zog es ihn in den zwanziger Jahren nach Paris. In den zwei Jahren dort bewegte er sich in den Kreisen der Dadaisten und Surrealisten. Nach Amerika zurückgekehrt, schlug er sich als Hotelmanager durch, gab mit William Carlos Williams die Zeitschrift ›Contact‹ heraus, lieferte Beiträge für George Grosz' satirisches Blatt ›Americana‹, war bekannt mit Erskine Caldwell, Malcolm Cowley, Alfred Kazin, Ring Lardner, Dorothy Parker und befreundet mit F. Scott Fitzgerald, als dessen ›kleiner Bruder‹ er galt. Wie dieser vergeudete er in Hollywood sein Talent mit Drehbüchern für drittklassige Streifen. Er starb bei einem Autounfall, einen Tag nach Fitzgerald.
Foto: Archiv Diogenes Verlag

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