Stunden wie Tage
Berlin, in den 1940er-Jahren: Martha E. ist fleißig und äußerst sparsam. Gute Eigenschaften für die Stelle als Hausbesorgerin, die sie im Schöneberger Mietshaus der Brüder Berkowitz innehat. Liane Berkowitz kommt aus gutem Hause, ein neugieriges und lebenslustiges Mädchen, das mitten im Krieg die Liebe kennenlernt – und den Widerstand gegen die Nationalsozialisten. Jahrzehnte später wandert Martha die Straßen Schönebergs entlang, zerlumpt und abgerissen. Jeder kennt sie, doch keiner weiß, wer sie wirklich ist: eine Millionärin und Zeugin von Lianes schicksalhaftem Leben.
Martha hat gerade ihre Ausbildung zur Kontoristin abgeschlossen und tritt eine Stelle als Hausbesorgerin in einem Mietshaus in Berlin-Schöneberg an. Sie ahnt nicht, dass sie von nun an dem Haus ein Leben lang verbunden sein wird. Die neue Aufgabe verlangt der jungen Frau einiges ab, doch mit ihrem resoluten Charme führt sie bald ein strenges Regime über die Hausbewohner, die unterschiedlicher nicht sein könnten: der Nudist Klampkin mit seinem aufmüpfigen Papagei, der feine Herr Hutschenreuter und die alte Putti Levin, nie um ein Wort verlegen. Am liebsten ist Martha jedoch die kleine Tochter des Hausbesitzers Henry Berkowitz. Immer inniger wird die Beziehung zwischen dem Mädchen Liane und der sonst eher spröden Hausbesorgerin, auch dann noch, als sich um sie herum die Zeiten verdunkeln, Hitler an die Macht kommt und ein Krieg ausbricht. Als eine von ihnen in die Fänge des Regimes gerät, steht für die andere die Welt still.










