Der Geliebte der Mutter
Einfacher könnte eine Geschichte auf den ersten Blick nicht sein, ein Sohn erzählt die Lebens- und Liebesgeschichte seiner Mutter. Doch dieser kurze Moment, in dem sich die Wege zweier Menschen überschneiden, sich schmerzhaft trennen und am Ende einer Epoche in entgegengesetzte Sphären katapultiert werden, könnte keine tiefgreifendere Wirkung haben. Während Edwin, der anfänglich mittellose Dirigent, in die höchsten Kreise der Zürcher Gesellschaft aufsteigt, verliert Claras Familie ihr Vermögen und damit ihre Zukunft. Was Clara bleibt, ist die Musik und ihre Erinnerung an eine verzweifelte Liebe.
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Als sie ihn kennenlernt, in den zwanziger Jahren in der Stadt am See, ist sie jung, schön und reich, er dagegen ein mittelloser junger Mann, der nur eines im Kopf hat: Musik. Neue Musik. Ein Orchester gründen, das Bartók, Krenek oder Prokofjew spielt. All die jungen Komponisten, die kein Mensch kennt.
Am Ende ihres Lebens ist er ein berühmter Dirigent und der reichste Mann des Landes und sie ohne Geld und immer noch und immer mehr von einer Liebe zu ihm umgetrieben, von der weder er noch sonst jemand etwas weiß.
›Der Geliebte der Mutter‹ ist die Geschichte einer stummen, besessenen Leidenschaft, aufgezeichnet von ihrem Sohn. Es ist der Bericht einer Lebenstragödie, aus einer Distanz erzählt, in der sich der Schmerz schon fast wieder in Heiterkeit verwandelt hat.










