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Christoph Poschenrieder – Der unsichtbare Roman

Am 4.12.2019 jährt sich der Todestag Gustav Meyrinks zum 87. Mal.

Christoph Poschenrieder machte den Autor unlängst zum Protagonisten seines Buchs Der unsichtbare Roman (erschienen im Oktober 2019).

Ein empörendes Angebot: Der Schriftsteller Gustav Meyrink soll einen Roman schreiben – im Auftrag des Auswärtigen Amts Berlin, das dringend einen Sündenbock für den Ausbruch des Ersten Weltkriegs braucht. Meyrink zögert: Eine eigentlich unmögliche Aufgabe für einen Romanschriftsteller, der einen Ruf zu verlieren hat. Und wie soll ein Roman solch eine Frage beantworten? Andererseits kann Meyrink das Geld gut gebrauchen. Er willigt ein – und landet in der größten Schreibkrise seines Lebens. Das Kaiserreich ist am Ende, die Revolution in München bricht aus. Und der scharfzüngige Satiriker Meyrink ringt um Worte – in diesem Krieg der Worte.

»Es geht um höhere Wahrheiten, niedere Instinkte, wie etwa das Bedürfnis, mit eigener Arbeit Geld zu verdienen. Und auch um das Publikum: Womit es einen davonkommen lässt, was es glaubt, was es glauben will. Es geht um eine wahre Geschichte, die kein Autor erfinden würde. Um die Kraft und Magie des Wortes, wer sie besitzt und wer nicht.« Christoph Poschenrieder auf dem Diogenes Blog

»Der Schriftsteller erweist sich einmal mehr als raffinierter Rechercheur. Seit seinem Debüt über den jungen Schopenhauer Die Welt ist im Kopf balanciert er gekonnt zwischen Fakt und Fiktion. Dieses Kunststück perfektionierte er in den Romanen Der Spiegelkasten und Das Sandkorn. Beide ereignen sich vor der Kulisse des Ersten Weltkriegs.« Karin Grossmann / Sächsische Zeitung


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