Briefwechsel 1863–1880
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Gustave Flaubert
Gustave Flaubert wurde 1821 in Rouen geboren. Seinem Vater, einem Chirurgen, sah er als Kind heimlich beim Sezieren zu, als literarischer Realist machte er seine Schreibfeder zum Skalpell. Romane und Dramen schrieb er schon in der Schule, wo er vom »tiefen Abscheu vor der Menschheit« ergriffen worden war. Nach einem heftigen epileptischen Anfall brach er sein Jurastudium ab und zog sich auf den Familienbesitz in Croisset bei Rouen zurück.
Er nahm sich vor, nie zu heiraten, und widmete sich fast ausschließlich dem Schreiben. Nach einer Reise in den Orient beschloss Flaubert, Croisset nie mehr zu verlassen. Sein Roman ›Madame Bovary‹ löste bei seinem Erscheinen 1857 einen literarischen Skandal aus, in dessen Folge Flaubert vor Gericht erscheinen musste. Der einzige Kontakt zur Außenwelt war ein reger Briefwechsel mit seiner Geliebten Louise Colet und zahlreichen Schriftstellerkollegen wie z.B. Ivan Turgenev. Flaubert starb 1880.
Foto: © Félix Nadar
Pressezitate
Heinrich Mann
»Die Kunst des Romans konnte seitdem nicht mehr überboten werden.«
Ezra Pound
»Flaubert hat die grundlegende Denkarbeit für fast alle nachfolgenden erzählenden Prosaisten von Rang vorweggenommen.«
Oscar Wilde
»Ja! Flaubert ist mein Lehrmeister, und wenn ich vorankomme, werde ich Flaubert II. sein.«
Verfilmungen
1992
Maya Memsaab, Ketan Mehta
1991
Madame Bovary, Claude Chabrol
1989
Bouvard et Pecuchet, Jean-Daniel Verhaeghe
1969/70
Ryans Tochter, David Lean
1959
Aufstand der Legionen, Sergio Grieco
1949
Madame Bovary und ihre Liebhaber , Vincente Minelli
1937
Madame Bovary, Gerhard Lamprecht
1934
Sitten der Provinz, Jean Renoir
1932
Unholy Love, Alber Ray