»Im Geschichtenerzählen ist Charles Lewinsky so unaufhaltsam wie ein wilder Fluss. Wenn man daran denkt, wie schwierig es ist, auch nur eine Seite zu schreiben, kann man ihn nur bewundern.«
Philipp Keel
Foto: Thomas Di Paolo / © Diogenes Verlag
»Im Geschichtenerzählen ist Charles Lewinsky so unaufhaltsam wie ein wilder Fluss. Wenn man daran denkt, wie schwierig es ist, auch nur eine Seite zu schreiben, kann man ihn nur bewundern.«
Philipp Keel
Foto: Thomas Di Paolo / © Diogenes Verlag
Nach dem großen Erfolg von Isidor, dem erzählenden Sachbuch über ihren Urgroßonkel, hat Shelly Kupferberg mit Stunden wie Tage ihren ersten Roman vorgelegt. Doch auch dieser beruht auf wahren Begebenheiten.
Die Autorin, Journalistin und Moderatorin beantwortet uns drei Fragen zu den Recherchen der Hintergründe.
Foto: Heike Steinweg / © Diogenes Verlag
Mit Königin Esther schreibt John Irving eine hochaktuelle Geschichte, die ein ganzes Jahrhundert und drei Kontinente umspannt: Der angehende Schriftsteller Jimmy Winslow folgt den Spuren seiner leiblichen Mutter Esther Nacht von New Hampshire nach Wien. Was er erlebt, ist eine spektakuläre Achterbahnfahrt, wie sie nur das Leben in John Irvings Büchern schreiben kann – voller großer Gefühle, unglaublicher Wendungen und Figuren, die uns nicht mehr loslassen.
Foto: © Katherine Holland
Im Interview mit seinem Lektor Jon Karp von Simon & Schuster spricht der Autor unter anderen darüber, wieso er Dr. Wilbur Larch aus Gottes Werk und Teufels Beitrag einen Auftritt in seinem neusten Roman gibt, und berichtet davon, wie wichtig ihm die Recherche und die Details in seinen Büchern sind.
Bei der Recherche zu einer Klassenkameradin von Anne Frank wurde die Autorin Melissa Müller auf eine außergewöhnliche Liebesgeschichte aufmerksam – eine Verbundenheit, die zwei Menschen nach der Shoah zurück ins Leben holte. In Mit dir steht die Welt nicht still.
Eine Liebe nach dem Holocaust porträtiert sie Nanette Blitz und John F. Konig, deren Zuneigung füreinander sich anfangs in einem Briefwechsel über Kontinente hinweg entfaltete.
Die erhaltenen Briefe und Fotos der beiden Zeitzeugen hat Melissa Müller in einem beeindruckenden Bilderdossier zum Buch gesammelt. Im folgenden Interview verrät sie unter anderem, was sie bei ihrer Recherche und dem Schreiben dieser Doppelbiografie als besonders herausfordernd empfand.
Bei Licht ist alles zerbrechlich. Das gilt auch für die Verbindung zwischen Davide, Teresa und Nicolas, die sich 1942 kennenlernen und gemeinsam den Sommer ihres Lebens erleben. Als der Krieg sie auseinanderreißt, verlieren sie sich aus den Augen, aber trotz der prägenden Zeit nie ganz aus dem Sinn. Der italienische Schriftsteller Gianni Solla erzählt in seinem Roman eine mitreißende Geschichte über Freundschaft und das Entdecken des eigenen Selbsts.
Im Kurzinterview verrät uns Gianni Solla, was ihn zu dem Roman inspiriert hat und welche Rolle Neapel für ihn spielt. Eine tolle Lesebegleitung für alle, die im Italien- und Buchmessefieber sind!
Foto: © Privatarchiv
Was würden Sie tun, wenn Krieg ausbricht? Wohin würden Sie gehen? Und mit wem?
Micha Lewinskys Romandebüt Sobald wir angekommen sind hallt lange in uns nach und stellt uns vor genau diese Fragen. Zugleich ist es ein schwungvoller Text, der durch humorvolle Passagen und die neurotischen Charakterzüge des Protagonisten Ben Oppenheim immer wieder für Leichtigkeit sorgt. Im Diogenes Interview spricht der Autor über die besondere Mischung aus Komödie und Drama, über die Rolle, die das jüdische Leben in seinem Roman spielt, und über die erschreckende Aktualität des Weltgeschehens, das er in seiner Geschichte skizziert.
Der erste Roman von Eve Harris schaffte es in England gleich auf die Longlist des renommierten Man Booker Prize und war auch in Deutschland mit über 150.000 verkauften Exemplaren ein großer Erfolg. Nun ist der zweite Roman aus dem Universum von Chani Kaufman – Die Hoffnung der Chani Kaufman – erschienen.
Chani und Baruch, bei deren Verlobung und Hochzeit wir im ersten Band mitfieberten, wünschen sich nun ein Baby. Leider ist dies nicht so einfach, denn die Gebote der strengreligiös lebenden Juden machen es kompliziert. Auch in diesem neuen Roman bietet Eve Harris wieder einen einzigartigen und liebevollen Einblick in die Welt des orthodoxen Judentums, von London über Jerusalem bis nach Tel Aviv.
Folgendes Interview gab uns die Autorin anlässlich ihres deutschsprachigen Debüts, eine gute Gelegenheit, um dieses noch einmal zu lesen.
Der Schriftsteller und Drehbuchautor Michel Bergmann erzählt in seinem neuen Buch Mameleben oder das gestohlene Glück über das Leben seiner Mutter. Großartig und nervtötend, aufopfernd, aber auch übergriffig – er liebt seine Mutter und hält sie manchmal nicht aus. Das erzählende Sachbuch ist am 22.2.2023 erschienen und erzählt eindrücklich die Geschichte einer eigenwilligen und starken Frau, die Vertreibung und Verlust erlebte.
Im Diogenes Interview erfahren wir mehr über das bisher persönlichste Buch von Michel Bergmann und warum es gerade jetzt Zeit war, es anzugehen. Zudem verrät er uns, welche Gemeinsamkeiten die Psychotherapie und das Schreiben für ihn haben.
Foto: © Bogenberger Autorenfotos
Isidor. Ein jüdisches Leben erzählt vom rasanten Aufstieg und brutalen Sturz des Wiener Urgroßonkels von Shelly Kupferberg.
Im zweiten Teil des Diogenes Interviews erfahren wir nun mehr über ihre spannende Spurensuche, die dem erzählenden Sachbuch vorausging. Welche Verbindung gab es beispielsweise zwischen Isidor und dem späteren Hollywood-Star Ilona Massey? Wie sehr ragen die Schatten der Vergangenheit bis ins Hier und Jetzt? Über all das und über die neue Erfahrung des literaturischen Schreibens spricht Shelly Kupferberg. Lest selbst!
Foto: Heike Steinweg / © Diogenes Verlag

