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In Erinnerung an Jean-Jacques Sempé

Vor wenigen Tagen ist Jean-Jaques Sempé gestorben. Heute, an seinem runden 90. Geburtstag, denken wir ganz besonders an den einzigartig französischen Künstler, der seit 1959 das Verlagsprogramm geprägt hat. Was wäre der Diogenes Verlag ohne ihn?

Foto: © Lian Hong / Opale

Neben dem federleichten Malen mit Tusche- und Aquarell hat Jean-Jaques Sempé zudem mit René Goscinny die Kinderbuchserie Der kleine Nick herausgegeben und verschiedene Romane von Patrick Süskind illustriert. Sein Stil ist unverkennbar: Anders als andere Karikaturist:innen nahm Sempé einen hohen Standpunkt ein, um seine winzigen Figuren in eine detaillierte Umgebung platzieren zu können und so die Pointe seiner feinfühligen Beobachtungen zu verstärken.
    Doch wer war der Mensch hinter diesen außergewöhnlichen Zeichnungen? Auf den Punkt gebracht hat es Jacques Réda, der im bald erscheinenden Band Endlich Ferien die Einleitung Der Mensch bei Sempé geschrieben hat. Und die wollen wir euch auf keinen Fall vorenthalten:

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»Es ist die Zeit des Aufbruchs und fürs Neue, alles fühlt sich anders an.« Ein Interview mit Arno Camenisch

Es ist soweit! Das Diogenes-Herbstprogramm feierte in diesen Tagen seinen Auftakt, ganz vorne mit dabei unter anderem ein neuer Autor: Arno Camenisch. Neu bei Diogenes, aber als Autor etabliert. In seinem ersten Roman bei Diogenes Die Welt verwebt der bekannte Schweizer Autor kunstvoll und poetisch eigene Reisen, Lieben und Lebensphasen – und erzählt doch von uns allen. 

Im Diogenes-Interview zitiert er Grönemeyer, verrät uns mehr über den Mut zum Neubeginn und darüber, wie er sich in Brüssel auf dem Weg zum Bäcker machte und in Paris landete.

Foto: © Janosch Abel
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Amélie Nothomb: ›Ambivalenz‹ – Liebe und Rache

Stellt den Champagner kühl, es besteht Anlass zur Freude, denn ein neuer Roman der französischen Starautorin Amélie Nothomb ist im Juni in deutscher Übersetzung erschienen!

Eine Familiengeschichte über enttäuschte Liebe, Rachelust und Befreiung à la Nothomb: kurz, elegant und explosiv. Épicène lernt früh, als Einzelgängerin durchs Leben zu gehen. Als ihre Mutter in einem Pariser Stadtpalais den Launen ihres Mannes auf die Schliche kommt, weiß Épicène, was sie zu tun hat.

Wo die Wurzel allen Familienübels vergraben ist, erfahren wir in der folgenden Leseprobe:

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100. Geburtstag von Françoise Gilot

Herzlichen Glückwunsch zum 100. Geburtstag, Françoise Gilot!

Rebellin, Muse, Malerin. Für Pablo Picasso blieb sie ein Rätsel, und sie war die einzige Frau, die ihn verließ. Françoise Gilot, 1921 in Neuilly-sur-Seine geboren und Mutter von Paloma und Claude Picasso, feiert am heutigen 26.11.2021 ihren 100. Geburtstag. Françoise Gilots Bilder werden in Museen auf der ganzen Welt gezeigt (Museum of Modern Art, Musée Picasso in Antibes, Musée d’Art Moderne in Paris u. a.). Sie lebt und arbeitet abwechselnd in New York und Paris.Wir gratulieren Françoise Gilot ganz herzlich zu diesem besonderen Jubiläum!

Als sie 90 Jahre alt war, öffnete die Künstlerin dem Journalisten Malte Herwig die Türen ihrer Ateliers in New York City und Paris und sprach mit ihm über zentrale Fragen des Lebens: Worauf kommt es wirklich an? Daraus entstand ein Buch über die Kunst. Und über die Kunst eines erfüllten Lebens. Malte Herwigs Buch Françoise Gilot – Die Frau, die Nein sagt. Ihr Leben mit und ohne Picasso ist nun anlässlich des 100. Geburtstags bei Diogenes als Taschenbuch erschienen. Lesen Sie hier, wie Malte Herwig Françoise Gilot das erste Mal begegnet ist.

 

 

Foto: © Ana Lessing
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Der Soundtrack zu ›Das Damengambit‹ von Walter Tevis

Sie ist jung. Süchtig. Ein Schachgenie.

Das Damengambit von Walter Tevis ist das Buch zur erfolgreichsten Netflix Mini-Serie aller Zeiten. Ein Roman über das Genie eines jungen Mädchens, die in einer Männerwelt ihren Weg geht – und gewinnt. Hier gibt es den Soundtrack zur Serie mit passenden Zitaten aus dem neuen Roman.                                                                               

Foto: © Netflix, Inc. All rights reserved
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»Am Ende triumphiert natürlich das Geld« Amélie Nothomb über Friedrich Dürrenmatt

Amélie Nothomb, geboren 1967 in Kobe, Japan, hat ihre Kindheit und Jugend als Tochter eines belgischen Diplomaten hauptsächlich in Fernost verbracht. Seit ihrer Jugend schreibt sie wie besessen. In Frankreich stürmt sie mit jedem neuen Buch die Bestsellerlisten und erreicht Millionenauflagen. Ihre Romane erscheinen in 39 Sprachen. Die Passion war 2019 für den ›Prix Goncourt‹ nominiert. Amélie Nothomb lebt in Paris und Brüssel. 

In diesem Text geht sie der Frage auf den Grund, weshalb das Stück Der Besuch der alten Dame von Friedrich Dürrenmatt uns auch heute noch so fasziniert.

 

Foto: © Catherine Cabrol
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Ein Protagonist stellt sich vor. Auszüge aus Chris Kraus' neuem Roman ›Das kalte Blut‹

Schlechtes Wetter – Zeit für dicke Bücher! Das kalte Blut von Chris Kraus erzählt auf 1200 Seiten die Geschichte zweier Brüder aus Riga, die erst in Nazideutschland, dann als Spione der jungen Bundesrepublik Karriere machen. Die Jüdin Ev ist mal des einen, mal des anderen Geliebte. In der leidenschaftlichen Ménage à trois tun sich moralische Abgründe auf, die zu abenteuerlichen politischen Ver­wicklungen führen. Hauptfigur und Ich-Erzähler in dem fast ein ganzes Jahrhundert umspannenden Epos ist Koja Solm. In den nachfolgenden Abschnitten stellt er sich und seine Familie vor.

Foto: Maurice Haas / © Diogenes Verlag
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»Ohne Lügen würden alle Familien untergehen. Und auch alle Staaten.« Chris Kraus großes Epos ›Das kalte Blut‹

Mit Chris Kraus ist kein Unbekannter zu Diogenes gestoßen: Als Filmregisseur und Drehbuchautor hat er sich bereits einen Namen gemacht, heute erscheint sein neuer Roman Das kalte Blut.

In bildgewaltiger Sprache entfaltet sich dieses Drama über Verrat und Selbstbetrug, das quer durch das 20. Jahrhundert und wie ein Lauffeuer von Riga über Moskau, Berlin und München bis nach Tel Aviv führt. Kraus hat in seinem epochalem Werk die eigene Familiengeschichte so lange verfremdet und stilisiert, dass sie sich nun als literarisches Unive🐰rsum vor uns ausbreitet.

Foto: Maurice Haas / © Diogenes Verlag
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Lieblingsbilder. Heute mit Hartmut Lange

Obwohl er kein Lieblingsbild im engeren Sinne hat, gibt es ein Bild, das den Berliner Autor Hartmut Lange am meisten beeindruckt: Der Absinth von Edgar Degas.

Die Begründung schickt der für seine Dramen, Essays und Prosa vielfach mit Preisen ausgezeichnete 79-jährige gleich hinterher: »Es gibt kein Gemälde, das das Elend der Bohème besser und eindringlicher dargestellt hätte. Ich finde das Elend und besonders das der Frau, kaum zu ertragen. Die schmalen, mageren Schultern, der Blick, der bärtige Partner neben ihr, der mir Angst macht.«

Edgar Degas (1834-1917), In einem Café, oder Der Absinth, 1876. Öl auf Leinwand, H. 92; B. 68,5 cm. Musée d'Orsay, Paris
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