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»Der Gedanke daran, was von uns bleibt, wenn wir sterben, war für mich selbst im Leben hilfreich.« Ein Interview mit Louise Brown, Teil 1

Die Journalistin und Trauerrednerin Louise Brown hat mit Was bleibt, wenn wir sterben ein leichtes Buch über ein schweres Thema geschrieben. Mehr über die Inspiration zum Buch, ihre Arbeit als Trauerrednerin und den Verlust der eigenen Eltern im Diogenes Interview, Teil 1. Am 24.10.2021 startet die 2. Staffel ihres Podcasts Meine perfekte Beerdiung in Deutschlandfunk Kultur in der Sendung Plus Eins.

Foto: Gene Glover / © Diogenes Verlag
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»Ich sympathisiere mit den Verlierern.« Ein Interview mit Mick Herron.

Endlich ist auch der vierte Fall für Jackson Lamb auf Deutsch erschienen: Spook Street. Autor Mick Herron beantwortet im Interview Fragen zu seiner weltweit erfolgreichen Agentenserie und den Dreharbeiten zur geplanten TV-Serie mit Starbesetzung. Mit dabei Gary Oldman, Kristin Scott Thomas und Jonathan Pryce.

Foto: Alberto Venzago / © Diogenes Verlag
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»Ein Schriftsteller kann nie nur aus der eigenen Phantasie schöpfen.« Ein Interview mit Marco Balzano

Wenn ich wiederkomme heißt der neue gesellschaftspolitische Roman von Marco Balzano. Darin erzählt er eine Geschichte über die wahren Heldinnen unserer Zeit und den Umgang der Generationen miteinander. Im Interview haben wir von ihm erfahren, was über alte Menschen denkt, dass Pflegeberufe häufig Erfüllung bedeuten und dass häufig Frauen aus Wirtschaftsgründen emigrieren.

Foto: Geri Krischker / © Diogenes Verlag
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»Familie beruht auf unseren Träumen, Wunschvorstellungen und Projektionen.« Ein Gespräch mit Caroline Albertine Minor

In ihrem neuen Roman Der Panzer des Hummers erzählt Caroline Albertine Minor die Geschichte der drei Geschwister der Familie Gabel, die sich nach dem Tod der Eltern auseinandergelebt haben. Ein zärtliches und beglückendes Buch über die Suche nach Familie, Vergangenheit und Identität. Im Gespräch erzählt sie, wie ein Vortrag sie zu der Geschichte inspirierte und über die Veränderung des Konzepts ›Familie‹.

Foto: © Martin Reinard
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»Es wäre schön, wenn die Fähigkeit, sich in andere hineinzuversetzen, nicht verloren ginge.« Ein Interview mit Stefanie vor Schulte

In ihrem Debütroman Junge mit schwarzem Hahn erzählt Stefanie vor Schulte die Geschichte des elfjährigen Martin. Er besitzt nichts bis auf das Hemd auf dem Leib und seinen schwarzen Hahn. Doch Martin trotzt dieser schauerlichen Welt dank seines Mitgefühls und Verstandes und wird zum Retter wird für jene, die noch unschuldiger sind als er. Stefanie vor Schulte im Diogenes-Interview über die Inspiration zu ihrem Roman, Verstand und Mut.

Foto: © Gene Glover
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Ein Interview mit Petros Markaris

Im Interview für Buchkultur spricht Dagmar Kaindl mit Petros Markaris über Armut, Solidarität und Politik. Themen, die in seinen neuen Roman Das Lied des Geldes eine zentrale Rolle spielen. Der 13. Fall für Kommissar Charitos ist herausfordernend, denn es gibt eine neue Protestbewegung in Athen.

Foto: © Regine Mosimann
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»Ich erlaube meinen Figuren zu ›leben‹« Ein Interview mit Katrine Engberg

 

Das Nest von Katrine Engberg ist der vierte Fall für Jeppe Kørner und Anette Werner. Der 15-jährige Oscar verschwindet. Zunächst denkt man, der Teenager sei von zu Hause abgehauen. Als die Leiche von Oscars Dänischlehrer in einer Müllverbrennungsanlage entdeckt wird, beginnen die Ermittlungen. Katrine Engberg führt den Leser an neue, unbekannte Orte der coolen, lebhaften und manchmal düsteren Stadt Kopenhagen.

Foto: © Anders Hansson
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Bierkultur im Mittleren Westen Ein Interview mit J. Ryan Stradal

Die Bierkönigin von Minnesota von J. Ryan Stradal ist das Porträt dreier unbeirrbarer Frauen, die den Markt mit einzigartigen Craft-Bieren aufmischen. Ein Lied auf das Leben, ein Roman über mutige Frauen und große Emotionen. Im Interview erzählt der Autor mehr über die Hintergründe seines neuen Romans, die Craft Beer-Kultur in den USA und seine Liebe zu Kulinarik.

Foto: © Franco P Tettamanti
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»Tomi war nie einer, der in seinen künstlerischen Entscheidungen oder in seiner künstlerischen Vision einen Kompromiss eingegangen ist.« Ein Interview mit Axel Scheffler

Tomi Ungerer lebt weiter – durch seine künstlerische Arbeit, durch die Art, wie sein Weg sich mit anderen gekreuzt und wie seine Kunst andere inspiriert hat. Sein Leben und sein Nachlass feiert die neue Videoreihe Remembering Tomi, in der verschiedene Künstler:innen, Kurator:innen, Autor:innen und Aktivist:innen die Chance bekommen, über Ungerer zu sprechen. Seine Tochter Aria Ungerer interviewt im ersten dieser Videos Axel Scheffler – den erfolgreichen Illustrator von Der Grüffelo und vielen weiteren Kinderbüchern.

Foto von Axel Scheffler © Liam Jackson und Illustration aus Papa Schnapp © Diogenes

Ich liebe Tomis Sinn für Humor, seinen Sinn für das Absurde, ich mag, wie er zeichnet, und ich glaube, dass er damit einen großen, unbewussten Einfluss auf mich hatte. Besonders die kleinen Sachen, die nicht im Zentrum der Illustrationen stehen. Ich meine, die sind so reich an lustigen, kleinen Details. (...) Aber dann habe ich selbstverständlich auch seine satirischen Zeichnungen entdeckt, zum Beispiel das America-Buch. Das liebe ich, genau wie seine Poster.

Ich glaube, dass er für mich ein wichtiges Vorbild ist, weil er als Künstler so vielseitig ist und so viele verschiedene Zugänge zum Zeichnen hat. Das ist sehr aufregend zu beobachten. Ganz generell auch seine Haltung bei Kinderbüchern: Er hat die Kinder immer sehr, sehr ernst genommen und sie respektiert. In seinen Bilderbüchern hat er eine anarchische und auch rebellische Art zu denken – das hat mich beeindruckt und tut es immer noch, obwohl ich als Illustrator viel eingeschränkter bin als er – ich meine, vielleicht war es auch seine Persönlichkeit. Wenn ein Verleger ihm hätte vorschreiben wollen, wie und in welcher Art er zu zeichnen habe, hätte er das nie akzeptiert.

Na ja, weißt du, eine Sache, über die ich mich immer wundere: was Erwachsene denken, was Kinder möchten, im Gegensatz zu dem, was Kinder selbst möchten. Na ja, weißt du, eine Sache, über die ich mich immer wundere: was Erwachsene denken, im Gegensatz zu dem, was Kinder selbst möchten.


Das ist auch eine große, spannende Thematik, weil ich glaube, dass Verlage zögern, Kinder mit manchen Themen zu konfrontieren, und es scheint, als ob Tomi da keine Tabus kannte. In seinen Büchern war Tod, da gabs Gewalt, da gabs Waffen und viele andere Sachen, mit denen die Verlage – wortwörtlich – nicht in Berührung kommen wollten. Ich denke, dass Kinder sich gerne gruseln, sie denken gerne über den Tod nach, und ich glaube schon, dass es viele Bücher gibt, die diese Themen behandeln, aber trotzdem haben Verlage hier nach wie vor Bedenken. Und ich will auch nicht sagen, dass jedes Thema in einem Bilderbuch vorkommen kann. Ich weiß nicht, was Tomi dazu sagen würde, das wäre spannend. Aber wie auch immer, ich denke, dass wir Kindern mehr Vertrauen schenken können und dass wir sie mit mehr Dingen konfrontieren können, als viele Erwachsene denken.

Sicher. Ich habe mir gerade erst dein Bilderbuch angeschaut, das du über die Pandemie gemacht hast (Coronavirus. Ein Buch für Kinder über Covid-19), über das Corona-Virus, und ich denke, dass es ein super Beispiel dafür ist – weißt du, bei einigen Textstellen hat es mir sogar den Atem verschlagen. Es sagt ja praktisch: »Ja, einige Leute, die werden es nicht schaffen. Einige werden sterben.« Und dann gabs diese hübschen Illustrationen dazu, die einem diese Aussage nicht einfach aufdrängen, sondern einen wirklich guten Kontrast dazu bilden.

Ja, ich glaube, das war das Konzept dahinter, es nicht zu erschreckend für Kinder zu machen. Die Entscheidung, dass ich das Kinderbuch illustrieren würde, war a), dass meine anderen Werke bei den Kindern schon sehr beliebt sind, also kennen sie schon meinen Stil, und b), dass meine Zeichnungen Humor haben, oder es zumindest versuchen. Das ist eben diese Herangehensweise beim Zeichnen, die ähnlich der von Tomi Ungerer ist – natürlich, er hat so viele Stile und Variationen ausprobiert, aber seine humoristische Sicht aufs Leben und aufs Zeichnen, die ist auch in diesem Kinderbuch.

Cover © Beltz

Spannend? Hier geht es zum Video des ungekürzten Interviews!

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