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In Erinnerung an Jean-Jacques Sempé

Vor wenigen Tagen ist Jean-Jaques Sempé gestorben. Heute, an seinem runden 90. Geburtstag, denken wir ganz besonders an den einzigartig französischen Künstler, der seit 1959 das Verlagsprogramm geprägt hat. Was wäre der Diogenes Verlag ohne ihn?

Foto: © Lian Hong / Opale

Neben dem federleichten Malen mit Tusche- und Aquarell hat Jean-Jaques Sempé zudem mit René Goscinny die Kinderbuchserie Der kleine Nick herausgegeben und verschiedene Romane von Patrick Süskind illustriert. Sein Stil ist unverkennbar: Anders als andere Karikaturist:innen nahm Sempé einen hohen Standpunkt ein, um seine winzigen Figuren in eine detaillierte Umgebung platzieren zu können und so die Pointe seiner feinfühligen Beobachtungen zu verstärken.
    Doch wer war der Mensch hinter diesen außergewöhnlichen Zeichnungen? Auf den Punkt gebracht hat es Jacques Réda, der im bald erscheinenden Band Endlich Ferien die Einleitung Der Mensch bei Sempé geschrieben hat. Und die wollen wir euch auf keinen Fall vorenthalten:

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Internationaler Katzentag

Tag der Katze mit dem Diogenes Verlag

Am 8. August wird der Internationale Katzentag gefeiert – und wir feiern mit, denn in unserer Kunst- und Kinderbuchbacklist, da schnurrt und miaut es, da gibt es Kätzchen, Miezen und ›Büsis‹, da wird auf Samtpfoten geschlichen und mit scharfen Krallen gekratzt.

In einem Querschnitt durch das Programm entdecken wir heute elf verschiedene Künstler und Illustratorinnen und wie sie Katzen in ihrem ganz eigenen Stil zeichnen.

Spätestens seit Nadja Niemeyers Gegenangriff ist uns nämlich allen klar, dass wir den Tieren mehr Aufmerksamkeit schenken sollen als nur mit dem Hashtag ›caturday‹ – ansonsten beginnt der Untergang der Menschheit wirklich mit einem Katzenvideo.

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Die große Werkausstellung von Tatjana Hauptmann

Eine ganz besondere Ausstellung wurde am 2. Juli 2022 im Wilhelm Busch – Deutsches Museum für Karikatur und Zeichenkunst eröffnet: Das Gesamtwerk der Autorin und Illustratorin Tatjana Hauptmann kann bis Ende Oktober in Hannover umfangreich und schillernd wie noch nie zuvor bestaunt werden.

Foto: Tatjana Hauptmann © Andrea Diglas

Die Kinderbuchautorin hat dem Museum ihr gesamtes illustratives Schaffen als Schenkung überlassen. Bei einem Besuch kann man eine unglaubliche Vielzahl von Vorzeichnungen und Skizzen entdecken. »Es bietet die Gelegenheit, ihr bei der Arbeit quasi ein bisschen über die Schulter zu gucken«, meint die Museumsdirektorin Gisela Vetter-Liebenow. Von ihrem Debüt Ein Tag im Leben der Dorothea Wutz bis zum 2016 erschienen Prachtband Peter Pan – Tatjana Hauptmanns Gesamtwerk wird im Museum für Groß und Klein gezeigt. Im Videointerview erläutert Tatjana Hauptmann, was die Ausstellung für sie bedeutet und wie sie bei ihrer Arbeit vorgeht. »Es ist, als würde man auf Wolken schweben.«

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Savoir-vivre: Das kann der Diogenes Verlag in Frankreich mit links – haben wir doch diese 10 Bücher im Gepäck

Werdet ihr euren Urlaub schon bald in Frankreich genießen, wisst aber noch nicht, welches Buch einzupacken ist?

Keine Angst: Wir haben eine breite Auswahl von Büchern zusammengestellt, in der ihr sicher das Richtige finden werdet. Krimifans, Kunstliebhaber:innen, Mode-Freunde aufgepasst: Hier gibt es für jeden was.

Photo by Julian Dik on Unsplash
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Wie entsteht ein Wimmelbuch? Jannes Weber, Illustrator von ›Deutschland Was Geht‹, erklärt.

Kaum vorstellbar, wie viel Arbeit in so einem Wimmelbuch steckt. Der kreative Kopf hinter Deutschland Was Geht ist Illustrator Jannes Weber. Auf dem Blog gewährt er uns exklusiv Einblick in seine Arbeit und erklärt die Entstehung der unzähligen Zeichnungen. Hazel Brugger kennt er nun in- und auswendig, nachdem er ihren Kopf etwa 100 Mal gezeichnet hat, bis er die richtige Hazel fand.

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»Tomi war nie einer, der in seinen künstlerischen Entscheidungen oder in seiner künstlerischen Vision einen Kompromiss eingegangen ist.« Ein Interview mit Axel Scheffler

Tomi Ungerer lebt weiter – durch seine künstlerische Arbeit, durch die Art, wie sein Weg sich mit anderen gekreuzt und wie seine Kunst andere inspiriert hat. Sein Leben und sein Nachlass feiert die neue Videoreihe Remembering Tomi, in der verschiedene Künstler:innen, Kurator:innen, Autor:innen und Aktivist:innen die Chance bekommen, über Ungerer zu sprechen. Seine Tochter Aria Ungerer interviewt im ersten dieser Videos Axel Scheffler – den erfolgreichen Illustrator von Der Grüffelo und vielen weiteren Kinderbüchern.

Foto von Axel Scheffler © Liam Jackson und Illustration aus Papa Schnapp © Diogenes

Ich liebe Tomis Sinn für Humor, seinen Sinn für das Absurde, ich mag, wie er zeichnet, und ich glaube, dass er damit einen großen, unbewussten Einfluss auf mich hatte. Besonders die kleinen Sachen, die nicht im Zentrum der Illustrationen stehen. Ich meine, die sind so reich an lustigen, kleinen Details. (...) Aber dann habe ich selbstverständlich auch seine satirischen Zeichnungen entdeckt, zum Beispiel das America-Buch. Das liebe ich, genau wie seine Poster.

Ich glaube, dass er für mich ein wichtiges Vorbild ist, weil er als Künstler so vielseitig ist und so viele verschiedene Zugänge zum Zeichnen hat. Das ist sehr aufregend zu beobachten. Ganz generell auch seine Haltung bei Kinderbüchern: Er hat die Kinder immer sehr, sehr ernst genommen und sie respektiert. In seinen Bilderbüchern hat er eine anarchische und auch rebellische Art zu denken – das hat mich beeindruckt und tut es immer noch, obwohl ich als Illustrator viel eingeschränkter bin als er – ich meine, vielleicht war es auch seine Persönlichkeit. Wenn ein Verleger ihm hätte vorschreiben wollen, wie und in welcher Art er zu zeichnen habe, hätte er das nie akzeptiert.

Na ja, weißt du, eine Sache, über die ich mich immer wundere: was Erwachsene denken, was Kinder möchten, im Gegensatz zu dem, was Kinder selbst möchten. Na ja, weißt du, eine Sache, über die ich mich immer wundere: was Erwachsene denken, im Gegensatz zu dem, was Kinder selbst möchten.


Das ist auch eine große, spannende Thematik, weil ich glaube, dass Verlage zögern, Kinder mit manchen Themen zu konfrontieren, und es scheint, als ob Tomi da keine Tabus kannte. In seinen Büchern war Tod, da gabs Gewalt, da gabs Waffen und viele andere Sachen, mit denen die Verlage – wortwörtlich – nicht in Berührung kommen wollten. Ich denke, dass Kinder sich gerne gruseln, sie denken gerne über den Tod nach, und ich glaube schon, dass es viele Bücher gibt, die diese Themen behandeln, aber trotzdem haben Verlage hier nach wie vor Bedenken. Und ich will auch nicht sagen, dass jedes Thema in einem Bilderbuch vorkommen kann. Ich weiß nicht, was Tomi dazu sagen würde, das wäre spannend. Aber wie auch immer, ich denke, dass wir Kindern mehr Vertrauen schenken können und dass wir sie mit mehr Dingen konfrontieren können, als viele Erwachsene denken.

Sicher. Ich habe mir gerade erst dein Bilderbuch angeschaut, das du über die Pandemie gemacht hast (Coronavirus. Ein Buch für Kinder über Covid-19), über das Corona-Virus, und ich denke, dass es ein super Beispiel dafür ist – weißt du, bei einigen Textstellen hat es mir sogar den Atem verschlagen. Es sagt ja praktisch: »Ja, einige Leute, die werden es nicht schaffen. Einige werden sterben.« Und dann gabs diese hübschen Illustrationen dazu, die einem diese Aussage nicht einfach aufdrängen, sondern einen wirklich guten Kontrast dazu bilden.

Ja, ich glaube, das war das Konzept dahinter, es nicht zu erschreckend für Kinder zu machen. Die Entscheidung, dass ich das Kinderbuch illustrieren würde, war a), dass meine anderen Werke bei den Kindern schon sehr beliebt sind, also kennen sie schon meinen Stil, und b), dass meine Zeichnungen Humor haben, oder es zumindest versuchen. Das ist eben diese Herangehensweise beim Zeichnen, die ähnlich der von Tomi Ungerer ist – natürlich, er hat so viele Stile und Variationen ausprobiert, aber seine humoristische Sicht aufs Leben und aufs Zeichnen, die ist auch in diesem Kinderbuch.

Cover © Beltz

Spannend? Hier geht es zum Video des ungekürzten Interviews!

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Weil es so gut zum Sommer passt: ›Souvenir‹ von Christoph Niemann

Christoph Niemann zählt zu den gefragtesten Illustratoren und Künstlern weltweit und gestaltete bereits Cover für den New Yorker, das New York Times Magazine und Zeit Magazin. Bei Diogenes erhältlich ist Souvenir, ein hochwertig ausgestatteter Kunstband mit über 150 Aquarellen und Zeichnungen. Mit einem Vorwort von Philipp Keel und einem Nachwort von Christoph Niemann, der beim Signieren vorab alle Hände voll zu tun hatte.

Christoph Niemann: Souvenir. © Diogenes Verlag
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