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»Familie beruht auf unseren Träumen, Wunschvorstellungen und Projektionen.« Ein Gespräch mit Caroline Albertine Minor

In ihrem neuen Roman Der Panzer des Hummers erzählt Caroline Albertine Minor die Geschichte der drei Geschwister der Familie Gabel, die sich nach dem Tod der Eltern auseinandergelebt haben. Ein zärtliches und beglückendes Buch über die Suche nach Familie, Vergangenheit und Identität. Im Gespräch erzählt sie, wie ein Vortrag sie zu der Geschichte inspirierte und über die Veränderung des Konzepts ›Familie‹.

Foto: © Martin Reinard
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»Es wäre schön, wenn die Fähigkeit, sich in andere hineinzuversetzen, nicht verloren ginge.« Ein Interview mit Stefanie vor Schulte

In ihrem Debütroman Junge mit schwarzem Hahn erzählt Stefanie vor Schulte die Geschichte des elfjährigen Martin. Er besitzt nichts bis auf das Hemd auf dem Leib und seinen schwarzen Hahn. Doch Martin trotzt dieser schauerlichen Welt dank seines Mitgefühls und Verstandes und wird zum Retter wird für jene, die noch unschuldiger sind als er. Stefanie vor Schulte im Diogenes-Interview über die Inspiration zu ihrem Roman, Verstand und Mut.

Foto: © Gene Glover
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Die Literatur im Ernstfall. Laudatio auf Daniela Krien von Rainer Moritz

Am 20.5.2021 erhielt die Leipziger Schriftstellerin Daniela Krien, Autorin von Die Liebe im Ernstfall und Muldental, den Sächsischen Literaturpreis 2020.

Die Preisverleihung kann hier nachgesehen werden. Rainer Moritz, Leiter des Hamburger Literaturhauses, Autor und Literatrukritiker, thematisiert in seiner Laudatio die bisherigen Werke von Daniela Krien, ihre Menschenkenntnis und Lebensklugheit, das Thema Freiheit und Lebensgeschichten.
Am 28.7.2021 ist Daniela Kriens neuer Roman Der Brand erschienen.

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Die Freundschaft zwischen Jörg Fauser und Carl Weissner in Briefen von 1971-87

Ein neuer Band aus der großen Fauser-Edition

Der neue Band der Fauser-Edition Eine Freundschaft enthält Briefe von Jörg Fauser und Carl Weissner zwischen 1971-87. Darin zu spüren ist stets die große Zuneigung füreinander, während die Themen um oft prekäre finanzielle Situationen, um Urlaube und durchzechte Nächte und um den großen Frust über das Konstrukt ›Literaturbetrieb‹ kreisen. Herausgegeben und mit einem Gespräch eingeleitet wurde der Briefwechsel von Matthias Penzel und Stephan Porombka. Jetzt auf dem Diogenes Blog: Auszüge aus dem Gespräch und zwei Originalbriefe.

#fauserlesenjetzt

Foto links aus dem Nachlass: Fauser Archiv Foto rechts: © Christian Thiel / imago images
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»Die Entdeckung Fausers traf mich tief« Schriftsteller Clemens Meyer über Jörg Fauser

Ein neuer Band aus der großen Fauser-Edition

Das Weiße im Auge enthält Jörg Fausers Erzählungen von 1980-87. Dreiundzwanzig Geschichten, in denen denen der Autor charmant bis grantig die großen Themen des Lebens abhandelt. Noch einmal mehr als in den frühen Geschichten ist hier Fausers ganz eigener Sound und sein großes Herz lesend zu spüren.

#fauserlesenjetzt

Foto aus dem Nachlass: Fauser Archiv
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100 Jahre Dürrenmatt 2021. Daniel Kehlmann zum ›Stoffe-Projekt‹.

Das Stoffe-Projekt ist Friedrich Dürrenmatts großes Spätwerk. Darin verwebt er autobiographische mit philosophischen und fiktionalen Texten und Textfragmenten zu einer ganz eigenen Prosaform. Bestsellerautor Daniel Kehlmann zählt zu den Dürrenmatt-Bewunderern und berichtet in seinem Vorwort zu dem editorischen Großprojekt von seiner Faszination. »Friedrich Dürrenmatts Blick war von Anfang an aufs Große, aufs Ganze, auf die Welt gerichtet, der Begriff ›Weltliteratur‹ ist selten so passend wie bei ihm.«

Das unmögliche Buch: Über Dürrenmatts Stoffe.
Auszug aus dem Vorwort von Daniel Kehlmann.

»[...] Und dann las ich die Stoffe und geriet völlig in ihren Bann. Was Dürrenmatt hier unternommen hatte, stand quer zu allem, was zu Beginn der neunziger Jahre in der deutschen Literatur in Mode oder üblich war. Das hier war so radikal, dass – die Besprechungen von damals zeigen es – die meisten Kritiker nicht einmal erkennen konnten, dass es radikal war; sie standen vor einem Gebirge und beschwerten sich darüber, dass sie keinen Hügel, mit anderen Worten: keinen Roman, fanden. Die Stoffe sind vielleicht der schrägste und eigentümlichste Rechenschaftsbericht, den es in der deutschsprachigen Literatur je gegeben hat: ein Porträt des Künstlers als junger Mann, eingefasst in ein letztlich unmögliches Buch – ein Buch nämlich, das erzählt, was sein Autor nicht zu erzählen vermocht zu haben behauptet, also seine ›ungeschriebenen Stoffe‹: ein Buch, in dem steht, was angeblich nicht aufgeschrieben wurde.

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Fragen an die Toten: Die Jugend

Es ist kalt geworden, die Blätter fallen, und wir denken an Maronen und Vergänglichkeit. Auch wir waren einmal jung, auch wir werden einmal alt! Eine gute Zeit für vier Zitate aus Büchern verstorbener Autoren über die Jugend: 

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Wer schreibt hier?

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Gegen das Vergessen. Jona Oberskis »Kinderjahre«

Der niederländische Autor und Physiker Jona Oberski hat Kinderjahre 1977 geschrieben, gut 30 Jahre nach seinen Erlebnissen im KZ Bergen-Belsen. Aber er begibt sich derart zurück in die Haut eines Sechsjährigen, dass ein erschütternd nüchterner autobiographischer Bericht von berührender Intensität entsteht. Was er erlebt, bleibt unkommentiert, ausschnitthaft, so auch diese Liebesszene seiner Eltern. Mit diesem einzigartigen, existentiellen Buch starten wir die Vorstellung der niederländischen Autoren im Diogenes Programm anlässlich des Ehrengasts Flandern und die Niederlande der diesjährigen Frankfurter Buchmesse.

Grafik von Eleanor Crow für Pushkin Press
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