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Ross Macdonald in neuen Übersetzungen

Nach und nach veröffentlichen wir die Krimiklassiker des Amerikaners Ross Macdonald in neuen Übersetzungen. Das findet auch Donna Leon gut.

<p>© Foto: Diogenes Verlag</p><br/>

Die Bestsellerautorin und Schöpferin von Commissario Brunetti ist nämlich ein bekennender Fan des 1915 im kalifornischen Los Gatos geborenen Ross Macdonald. Sie sagt über ihn:

»Ross Macdonald fasziniert mich außerordentlich, weil er so wunderbar schreibt und seine Hauptperson, Lew Archer, so durch und durch sympathisch ist. Er hat moralische Überzeugungen, denen er treu zu bleiben versucht, und ist ebenso aufrichtig wie einfühlsam. Er mag Frauen, verehrt sie, hat einen guten Draht zu ihnen, eine Eigenschaft, die den meisten Helden amerikanischer Krimis völlig abgeht. Wie in den Romanen von Dickens reichen seine Geschichten bis in die Vätergeneration zurück. Die aufbrechenden Konflikte rühren fast immer von einem Verbrechen her, das eine Generation vorher begangen wurde. Ross Macdonald war für mich schon immer einer der besten amerikanische Kriminalschriftsteller überhaupt.«

Auch wenn Ross Macdonald zu den besten amerikanischen Kriminalautoren des 20. Jahrhunderts zählt, verdankt er seine Karriere eher einem Zufall: Seine Frau Margaret war Schriftstellerin – und verdiente mit Schreiben bald mehr Geld als er mit seiner Dozentur. So wurde aus dem Dozenten Kenneth Millar der Schriftsteller Ross Macdonald, der den Privatdetektiv Lew Archer in die Untiefen der amerikanischen Gesellschaft blicken lässt. Ross Macdonalds Bücher wurden erfolgreich verfilmt. Seine Geschichten sind unvermindert aktuell: Sie werden gerade auch in Amerika wieder neu aufgelegt. Er starb 1983 in Santa Barbara.

Nach Der blaue Hammer, ebenfalls neu übersetzt von Karsten Singelmann, ist bei Diogenes nun Gänsehaut erschienen – Donna Leon hat das Nachwort dazu geschrieben. Ein Grund mehr, diesen Roman neu zu entdecken!

Gänsehaut