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  • »Die unbekannte Sally Hemings« von Barbara Chase-Riboud

    Anlässlich des 250. Gründungsjubiläums der Vereinigten Staaten wagen wir mit Barbara Chase-Riboud einen Blick neben den Hauptverfasser der Unabhängigkeitserklärung auf dessen Sklavin und Mätresse Die unbekannte Sally Hemings. In ihrem gleichnamigen Roman rückte Chase-Riboud die historische Nebenfigur erstmals in den Mittelpunkt und gab ihr eine literarische Stimme. Basierend auf realen Gegebenheiten erzählt der Roman die bedeutungsvolle, jahrzehntelange Beziehung zwischen ihr und Thomas Jefferson: Wir folgen Sally von ihrer Kindheit als Leibeigene zu ihrem Dasein als jugendliche Zofe in Paris, wo sie die Freiheit kennenlernt und diese dennoch riskiert, indem sie – von Jefferson schwanger – nach Virginia zurückkehrt.

    Foto: Grant Delin / © Michael Rosenfeld Gallery
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  • Auf Entdeckungstour mit Isabel Flores auf Mallorca

    Autorin Anna Nicholas stellt uns ihr Sóller im Nordwesten Mallorcas vor – für viele ein Sehnsuchtsort im Urlaubsparadies – und Heimat des Verbrechens in ihrer Krimireihe um Isabel Flores, die im kürzlich erschienenen zweiten Band Die Lockvögel wieder auf der Sonneninsel ermittelt. Anna Nicholas schreibt nicht nur über die idyllische Landschaft, sie lebt auch dort. In ihrem Gastbeitrag nimmt sie uns mit auf eine Entdeckungstour zu den schönsten Ecken rund um die Stadt Sóller.

    Fotos: © Anna Nicholas
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  • Japan entdecken mit Reiseführerin Amélie Nothomb

    Wen zieht es nicht nach Japan? Amélie Nothomb. Zumindest zu Beginn ihres neuesten autobiografischen Romans Die unmögliche Rückkehr, denn es bedarf einiger Überwindung, bis sie sich schließlich zu einer Japanreise mit ihrer Freundin Pep überreden lässt. Schneller, als ihr lieb ist, sind die Flüge gebucht und die Auseinandersetzung mit ihrer Vergangenheit wird unvermeidlich.

    Für Pep ist bereits im Vorhinein klar: Amélie als gebürtige Japanerin soll die Rolle ihrer persönlichen Reiseführerin übernehmen. In diesem Blogbeitrag folgen wir den beiden während des ersten Teils ihrer Reise – bevor wir Sie zur weiteren Lektüre einladen.

    Foto: Éric Garault / © Diogenes Verlag
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  • Drei Fragen an Raffaella Romagnolo

    Raffaella Romagnolos neuer Roman Wir gehen mal los erzählt eine herzerwärmende Vater-Sohn-Geschichte von Amedeo und seinem Vater, die sich nach einem schweren Schicksalsschlag auseinandergelebt haben. Ein zweitägiger Wanderausflug auf die Punta Liberté soll sie wieder zusammenführen – und wird für den fünfzehnjährigen Amedeo zum wohl größten Abenteuer seines Lebens. In der rauen Bergwelt ist Amedeo gezwungen, sich nicht nur der wilden Natur, sondern auch seinen tiefsten Ängsten zu stellen.

    Raffaella Romagnolo verrät im Drei-Fragen-Interview, weshalb sie eine Geschichte von Vater und Sohn geschrieben hat, welche Rolle das Wandern in ihrem Roman einnimmt und was wir von Amedeo und seinem Vater lernen können.

    Foto: © Lucia Bianchi
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  • Die Sommergeschichten, die auf jede Packliste gehören

    Die erste Juniwoche ist rum, und sie hat uns größtenteils kaltgelassen. Es stehen jedoch wärmere Tage an: Ob zu Hause oder am Meer, ob an der Ostsee oder der Nordsee, ob im Wasser oder auf Fahrradtour – wir kümmern uns um die literarische Versorgung. Sie müssten einzig etwas Platz in Ihrem Gepäck lassen. Einverstanden?

    Foto von Maria Sime auf Unsplash

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  • Wir präsentieren – unsere neuen Modern Classics

    Im April haben sich zwei weitere Romane in unsere Modern Classics eingereiht: Der Vater eines Mörders von Alfred Andersch und Weit weg von Kensington von Muriel Spark.

     

     

    Bei uns im Verlag findet man kaum ein Büro, in dem die wunderbare Neuausstattung unserer Klassiker nicht zu finden ist, und wir hoffen, euren Bücherregalen geht es genauso. Denn die sorgfältig gestalteten Neuausgaben erstrahlen nicht nur mit ihrem farbigem Einband und der glänzenden Folie, sondern sie wecken auch unsere Leselust nach Geschichten, die vor vielen Jahren geschrieben wurden und heute genauso neu und frisch sind wie damals.


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  • 30 Jahre ›Der Alchimist‹ – Ein Buch, das um die Welt geht

    Paulo Coelhos Roman Der Alchimist gehört zu den meistübersetzten Büchern der Welt, erschienen in 89 Sprachen und mehr als 941 Ausgaben. Eine dieser vielen Ausgaben wurde vor 30 Jahren erstmals im Diogenes Verlag veröffentlicht und brachte den brasilianischen Autor Paulo Coelho, der damals in deutschsprachigen Kreisen weniger bekannt war, zu seiner heutigen treuen Leserschaft. Mittlerweile hat Paulo Coelho seine Wahlheimat längst in der Stadt Genf gefunden und bei Diogenes sind noch zwölf weitere Ausgaben des Buches erschienen.

    Die bewegende Geschichte um Santiago, den andalusischen Hirten, der auf seiner Reise die Geheimnisse der Welt ergründet, findet in den Köpfen der Leserinnen und Leser statt. Doch ein Buch lädt bereits mit seinem Umschlag auf diese Reise ein. Wie diese Reise weltweit illustriert wurde, zeigt eine Auswahl der interessantesten und schönsten Ausgaben von Der Alchimist.

    ›The Alchemist – Lettered Edition‹ bei Lyra’s Books

    Foto: © Lyra’s Books

    Diese besonders hochwertige Ausgabe des Verlags Lyra’s Books gewann in diesem Jahr bei den British Book Design & Production Awards die Kategorie Best British Book. Die Ausgabe mit Illustrationen von Gary Gianni war auf nur 26 Exemplare limitiert.


    ›The Alchemist Manga‹ bei Kadokawa

    Der japanische Verlag Kadokawa startete 2024 ein neues Label. Masterpiece Comics adaptiert literarische Klassiker und veröffentlicht sie als Manga. Im gleichen Jahr erschien sogleich der erste Manga-Band von Der Alchimist – illustriert von Tamaki Nakamura.


    ›Alhemičar‹ bei Padeia

    Eine der frühesten Ausgaben von Der Alchimist in Brasilien zeigt das weltbekannte Gemälde Narziss von Michelangelo Merisi da Caravaggio. Das Covermotiv wurde auch von Verlagen anderer Länder übernommen, wie beispielsweise vom serbischen Verlag Paideia, dessen Ausgabe hier zu sehen ist.


    ›Der Alchimist‹ bei Diogenes

    Foto: © Diogenes Verlag

    Die ikonische Diogenes Ausgabe von Der Alchimist mit dem Porträt eines Tuaregs, aufgenommen vom Fotografen Pascal Maître. Über 40 Länder auf dem afrikanischen Kontinent hat der französische Fotojournalist bereist, um die Geschichten der Menschen vor Ort mit seiner Kamera zu erzählen.


    Der Alchimist
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    Der Alchimist

    Aus dem brasilianischen Portugiesisch von Cordula Swoboda Herzog und Maralde Meyer-Minnemann

    Santiago, ein andalusischer Hirte, hat einen wiederkehrenden Traum: Am Fuß der Pyramiden liege ein Schatz für ihn bereit. Soll er das Vertraute für möglichen Reichtum aufgeben? Santiago ist mutig genug, seinem Traum zu folgen. Er begibt sich auf eine Reise, die ihn über die Souks in Tanger bis nach Ägypten führt, er findet in der Stille der Wüste auch zu sich selbst und erkennt, dass das Leben Schätze bereithält, die nicht mit Gold aufzuwiegen sind.


    Taschenbuch
    176 Seiten
    erschienen am 22. April 2026

    978-3-257-24830-2
    € (D) 13.00 / sFr 17.00* / € (A) 13.40
    * unverb. Preisempfehlung

     

    Paulo Coelho wurde 1947 in Rio de Janeiro geboren. Seine Romane, darunter Der Alchimist, Veronika beschließt zu sterben und Elf Minuten, wurden Weltbestseller, in 89 Sprachen übersetzt und über 320 Millionen Mal verkauft. Die Themen seiner Bücher regen zum Nachdenken an und dazu, den eigenen Weg zu suchen. Er lebt mit seiner Frau Christina Oiticica in Genf.

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  • Warum wir peinliche Momente nie vergessen (und was Andy Warhol damit zu tun hat)


    Warum erinnern wir uns noch Jahre später an einen peinlichen Satz beim ersten Date, vergessen aber den Namen eines Menschen drei Sekunden nach der Vorstellung? Warum entstehen manche Kunstwerke aus neurologischen Besonderheiten? Und sind kreative Menschen tatsächlich »anders verdrahtet«? Mit solchen Fragen beschäftigt sich der Neurowissenschaftler Mario de la Piedra Walter in seinem neuen Buch Unser kreatives Gehirn. Darin verbindet er Hirnforschung mit Kunstgeschichte und schaut in die Köpfe von Künstler:innen, Schriftsteller:innen und Musiker:innen – von Virginia Woolf über Frida Kahlo bis zu Andy Warhol.

    Der Autor zeigt: Kreativität ist kein göttlicher Funke, sondern entsteht aus einem komplexen Zusammenspiel von Wahrnehmung, Erinnerung, Neurodivergenz und Erfahrung. Oft sind gerade neurologische Besonderheiten eng mit außergewöhnlicher Kunst verbunden.

    Unser Gehirn speichert Emotionen anders als Fakten. Deshalb bleibt uns ein peinlicher Moment aus der Schulzeit oft jahrzehntelang präsent, während Namen oder Geburtstage sofort verschwinden. Mario de la Piedra erklärt es uns in diesem Video:

    Mario de la Piedra Walter: Wieso vergessen wir Namen, aber keine peinlichen Momente? Und was hat Andy Warhol damit zu tun?

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  • »Echte Befreiung entsteht, wenn wir uns selbst mit Klarheit und Wohlwollen betrachten und uns von dem Bedürfnis lösen, uns darüber zu definieren, wie andere uns sehen.« – Jane Tara im Diogenes Interview

    Eines Morgens beginnt Tilda Finch buchstäblich zu verschwinden: Erst fehlt ihr kleiner Finger, dann ein Stück vom Ohr, schließlich die Nase. Keine Schmerzen, kein Blut – aber definitiv nicht mehr zu sehen. Die Diagnose ihrer Ärztin lautet: Unsichtbarkeit. Nach dem ersten Schock stemmt sich Tilda mit Witz und Mut gegen ihr langsames Verblassen, denn sie hat eine Menge, wofür es sich lohnt, sichtbar zu bleiben.

    Was Jane Tara in ihrem neuen Roman Mit anderen Augen beschreibt, ist ein Phänomen, das viele Frauen ab einem bestimmten Alter erwartet: Sie verschwinden aus der öffentlichen Wahrnehmung. Mit Mut, Humor und Lebensklugheit rüttelt die australische Autorin sanft auf und zeigt, welche Kraft unserem Sehen und dem Blick auf uns selbst innewohnt.

    Im Diogenes Interview erzählt Jane Tara von ihrem Zugang zu Selbstwahrnehmung, welche Frauen ihre Vorbilder sind und wie wir uns dem Unsichtbarwerden entgegenstellen können.

    Foto: © Dominika Ferenz

    Der Beginn Ihres Romans ist ein wenig surreal: Der kleine Finger ihrer Hauptfigur Tilda Finch wird unsichtbar. Wie kam Ihnen diese Idee, warum wollten Sie über die Unsichtbarkeit von Frauen schreiben?
    Vor zehn Jahren wurde bei mir fälschlicherweise eine degenerative Augenerkrankung diagnostiziert. Ich würde erblinden, hat man mir gesagt. Nachdem ich einige Tage lang völlig außer mir war, begann ich mich zu fragen, was es eigentlich bedeutet, zu sehen. Parallel dazu hatte auch ich das Gefühl, das so viele Frauen in ihren Vierzigern kennen: Sie fühlen sich unsichtbar. Ich bemängelte die Zeichen des Alterns in meinem Gesicht und war dabei sehr streng mit mir. Aber plötzlich, nach der Diagnose, liebte ich jede Linie, jede Falte. Mir wurde klar, dass ich mir unbedingt beim Altern zusehen wollte. Und wenn ich das wollte, warum sollte ich es dann kritisieren? Sehen ist etwas Subjektives, und ich war eigentlich jahrelang blind gewesen. Ich entdeckte die Verbindung zwischen Unsichtbarkeit und Wahrnehmung, und damit war die Idee für Tilda geboren.

    Im Roman geht es um die Unsichtbarkeit von Frauen in der Gesellschaft ab einem bestimmten Alter. Was trägt dazu bei, dass Frauen »unsichtbar werden«? Und wie können sie wieder sichtbar werden?
    Frauen in ihren Vierzigern müssen viel zu viele Aufgaben unter einen Hut bringen. Sie stellen die Bedürfnisse aller anderen über die eigenen. Es ist eine fordernde Mischung aus familiären, beruflichen und sozialen Verpflichtungen, die mit der Perimenopause zusammenfällt. Heute sprechen wir offener über die Perimenopause, eine Zeit, in der unbewältigte Traumata wieder an die Oberfläche kommen können, aber als ich sie vor zehn Jahren durchlebte, war ich mir sicher, etwas stimmt nicht mit mir. Ich war erschöpft und bat um Hilfe, aber niemand verstand mich. Ich fühlte mich unsichtbar. Dieser Abschnitt in unserem Leben hält wertvolle Lektionen bereit, aber es kann emotional schwierig sein. Um wieder sichtbar zu werden, müssen Frauen sich die Zeit nehmen, sich selbst zu erkennen. Mit sanfteren Augen.

    Was sind für Sie Beispiele für sichtbare Frauen?
    Es ist ermutigend, dass ältere Frauen in den Medien immer präsenter werden, aber meine wahren Vorbilder sind meine Mutter und ihre Freundinnen. Sie sind bemerkenswerte Frauen, die ein sinnvolles, interessantes Leben führen und sich gegenseitig mit Liebe und Humor unterstützen.

    Viele Figuren in Ihrem Roman zeichnen sich durch Sinn für Humor aus. Was bedeutet Humor für Sie?
    Selbst in unseren dunkelsten, schwierigsten Momenten ist Humor eines der Dinge, die uns Menschen ausmacht. Ich habe kürzlich eine Reihe von Verlusten erlebt, und inmitten der Trauer waren die Scherze und das gemeinsame Lachen eine wunderbare Erinnerung daran, dass wir durchhalten und mit der Zeit sogar wieder aufblühen können. Auch beim Schreiben ist mir Humor wichtig, denn eine Botschaft vermittelt man am besten, wenn sie auch erheitert.

    Simone de Beauvoir schrieb, dass die Erfahrung, die Frauen mit ihrem Körper machen, in erster Linie durch den Blick anderer geprägt ist. Wie wichtig ist unsere Befreiung von diesem Blick anderer für unser persönliches Glück?
    Frauen werden mit zunehmendem Alter ganz natürlich vom Blick anderer befreit, aber oft ist das gar nicht so befreiend, wie es klingt. Echte Befreiung entsteht, wenn wir uns selbst mit Klarheit und Wohlwollen betrachten und uns von dem Bedürfnis lösen, uns darüber zu definieren, wie andere uns sehen. 

    Mit anderen Augen
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    Mit anderen Augen

    Aus dem australischen Englisch von Tanja Handels

    Tilda Finch glaubt, sie sieht nicht richtig: Mit einem Mal ist ihr kleiner Finger verschwunden. Es folgen die Nase und das Ohr. Sie wird unsichtbar werden, sagt ihre Ärztin, doch das will Tilda auf keinen Fall zulassen. Schließlich hat sie eine Menge, wofür es sich lohnt, sichtbar zu bleiben: ihre wunderbaren Töchter, ein erfolgreiches Business und fantastische Freundinnen. Tilda nimmt all ihren Mut zusammen und beginnt, sich selbst mit anderen Augen zu sehen.


    Hardcover Leinen
    496 Seiten
    erschienen am 22. April 2026

    978-3-257-07383-6
    € (D) 25.00 / sFr 34.00* / € (A) 25.70
    * unverb. Preisempfehlung
    Auch erhältlich als

     

    Jane Tara, aufgewachsen in Byron Bay, Australien, hat über 100 Kinderbücher veröffentlicht sowie Jugendbücher, Drehbücher und Romane. Sie ist Mutter zweier Söhne und war dreizehn Jahre in der Welt unterwegs, bevor sie sich als freie Autorin in Sydney niedergelassen hat. Mit anderen Augen ist ihr erster Roman im Diogenes Verlag.

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