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Diogenes isst. Oder kulinarische Streifzüge durch Zürich Hottingen.

Auch wir Diogenesen können nicht nur von Luft und Literatur leben, sondern müssen ab und zu etwas essen. So füllen wir heute in der Mittagspause nicht nur unsere Bäuche, sondern auch das gegenwärtige Sommerloch mit einer Auflistung unserer liebsten Verpflegungsorte rund um den Verlagssitz.

Die warme Jahreszeit bereichert unsere Auswahl an lauschigen Orten für die Mittagspause um einiges. Restaurants sind in Zürich – es dürfte sich herumgesprochen haben – doch eher teuer, diese Extravaganz leisten wir uns somit nur an ausgewählten Tagen. Während wir uns im Winter deshalb vorwiegend mit aufgewärmten Resten vom Vorabend in die Verlagsküche verziehen, oder dort schnell etwas zubereiten (nicht unerwähnt bleiben darf an dieser Stelle das Instant-Käse-Fondue eines ehemaligen lieben Kollegen, dessen grenzwertiger Geruch sich immer in Sekundenschnelle über alle Stockwerke ausgebreitet hatte) – bei schönem Wetter zieht es uns hinaus:

Zum Artergut-Park

Der Diogenes Verlag ist seit Herbst 1970 in der Sprecherstrasse beheimatet, einer stillen Sackgasse, die unweit des Zürcher Schauspielhauses vom Zeltweg abzweigt. An diesem wohnten übrigens anno dazumal Gottfried Keller, Richard Wagner und Johanna Spyri. Treten wir mittags also unter der grünen Markise durch die Eingangtür, heißt es meist »Park?« – »Park!«.

Der beliebteste Ort für die energiespendende Nahrungsaufnahme unter freiem Sommerhimmel ist nämlich der nahegelegene Artergut-Park. Zwischen spielenden und im flachen Brunnen plantschenden Kindern, auf der Wiese plaudernden Müttern und Schülern wird dort das Mittagessen üblicherweise in einer der folgenden Varianten eingenommen:

a) kalte Reste von zuhause (auf Bebilderung wird an dieser Stelle bewusst verzichtet).

b) Sandwiches, Salate oder Wähen der Bäckerei Stocker

c) Pizzastücke oder weichgekochte Pasta aus dem Take-away-Bereich der Migros

d) Lecker Asiatisches zum Mitnehmen aus dem Restaurant Nooba (den üppigen Portionen geschuldet besonders beliebt nach kurzen Nächten)

e) Take-away vom Inder (Restaurant Swaad). Hier überzeugt die Qualität und das Preis-Leistungsverhältnis. Zumal die zwei Kammern des schwarzen Plastikbehältnisses bis zum Rand gefüllt werden dürfen. Und köstliches Naan-Brot gibt es extra dazu!

f) Ad-hoc im Supermarkt Coop Gekauftes

g) Take-away vom Italiener (Pasta Romagna). In der gelben Styroporbox gibt es wahlweise Pasta, Penne, Spaghetti, Cannelloni, Lasagne, aber auch Pizza sowie Salate zum Mitnehmen. Mittwochs zudem die gefüllte Paprika, auf die sich einige Kollegen immer besonders freuen.

Hoch zur Hottingerstraße

Zieht es uns vorne am Zeltweg nicht nach rechts Richtung Park und Kreuzplatz, sondern geradeaus, dann ist das Ziel meist die Bäckerei Berner, der »kleine Bäcker« oder die Theke des sozial engagierten Bio-Restaurants Vier Linden, wo man auch nett draußen sitzen kann. Sind alle Tische besetzt, befindet sich schräg gegenüber noch ein kleiner gepflasterter Platz mit runden Bänken im Halbschatten. Im Hintergrund thronen das Kreisbüro 7 und die Quartierwache Hottingen.

Sollten uns Parks, Plätze und Restaurantterrasse für einmal nicht zusagen, dann wartet unser fünfstöckiges Verlagshaus noch mit einem besonderen Highlight auf: der Dachterrasse! Der weite Blick über Zürichs Dächer entlohnt dann auch für die vielen Treppenstufen, die man für dieses Juwel hungrig erklimmen musste. Wir haben hier im Gebäude nämlich keinen Fahrstuhl, sondern nur einen kleinen Warenlift.

Wenn die Füße nicht so weit und hoch tragen wollen, bleibt immer noch der kleine Sitzplatz hinter dem Verlagshaus, der zur Mittagszeit angenehm im Schatten liegt. Am langen Tisch trifft man auf Kollegen, die man sonst nicht täglich sieht – ein schöner Nebeneffekt!

Der Vollständigkeit halber sollen einige Restaurantempfehlungen nicht ausbleiben. Am liebsten verköstigen wir uns in Verlagsnähe hier:

• Ristorante Giusis (beste Pizza!)
Café Mühlebach
Bohemia 
Restaurant Rosengarten
Rizzoli
Misoga 
Santa Lucia beim Schauspielhaus