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Vorwort aus Thomas Meyers ›Hat sie recht?‹

Das Leben stellt uns vor viele Fragen. In seiner Kolumne Meyer rät hat Thomas Meyer, der Autor von Trennt euch!, einige davon beantwortet – und gibt unkonventionelle sowie erfrischende Denkanstöße. Einige davon sind jetzt neu im Paperback Hat sie recht? erschienen. Im Vorwort verrät Meyer die Philosophie hinter seinen Ratschlägen.

Foto: Lukas Lienhard / © Diogenes Verlag

Vorwort aus ›Hat sie recht?‹


 

Liebe Leserin, lieber Leser,

in den vergangenen sieben Jahren, in denen ich rund 350 Ratgeberkolumnen geschrieben habe, bin ich einige Male gefragt worden, was mich eigentlich dazu befähige. Ich sei ja kein Psychologe oder so was.

Stimmt. Bin ich nicht. Aber wir erteilen einander alle ständig Ratschläge, oft sogar durchaus hilfreiche. Der einzige Unterschied besteht darin, dass ich eingeladen worden bin, es öffentlich zu tun.

Das führt allerdings dazu, dass ich nicht nur durch mich selbst und mein Umfeld mit allerlei drängenden Fragen konfrontiert werde, sondern auch aus der Ferne. Viele Menschen haben mir von immensem seelischem Leid berichtet, das sich verstörenderweise vor allem dort abspielt, wo es am wenigsten hingehört: in Familien, Beziehungen und Freundschaften.

Das ist eine der Einsichten aus meiner kolumnistischen Tätigkeit: Wenn einander Zugewandte schon so grausam miteinander umgehen, sind bewaffnete Konflikte, Tierleid und Umweltzerstörung nur die logische Folge.

Und: Alles beginnt und endet bei uns selbst. Wenn wir uns nicht achten, wenn wir nicht nett sind zu uns selbst, wird unser Leben zur Hölle.

Und: Das merken viele erst, wenn es zu spät ist.

Und: Schmerz auszuhalten ist eine richtig schlechte Idee. Man gewinnt damit weder Glück noch einen Orden für besondere Tapferkeit.

Aber auch: Menschen wollen froh sein. Das ist unser aller Wunsch. Wir wünschen uns Geborgenheit und Harmonie, und wenn das Gegenteil herrscht, wollen wir es unbedingt zum Guten hin verändern. Das misslingt zwar immer wieder, weil uns oft der Mut für die wesentlichen Veränderungen fehlt, aber das ändert nichts an unserer ureigenen Aufgabe: dem Leid, wo immer es herrscht, ein liebevolles Ende zu setzen. Unserem eigenen, jenem unserer Kinder, unserer Geliebten, und schließlich, vielleicht, irgendwann, jenem der Natur.

Thomas Meyer, im Mai 2021

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»Hat sie recht?«

Unbequeme Antworten auf allerlei Lebensfragen

PS: Ich danke dem Ringier Verlag von Herzen für seine Treue, die mir – neben derjenigen von Leser:innen und Veranstalter:innen – gestattet, was alle Autor:innen sich wünschen: vom Schreiben leben zu können. Und dem Diogenes Verlag dafür, dass meine im SonntagsBlick-Maga-
zin publizierten Gedanken noch weitere Kreise ziehen dürfen. Am Ende dieses Bandes gibt es übrigens ein Register, damit Sie alle Texte zu einem bestimmten Thema sogleich finden.

PPS: Haben Sie auch eine Frage? Schreiben Sie mir, ich werde eine persönliche und möglichst hilfreiche Antwort für Sie verfassen, unter Wahrung der Diskretion: ­blitzbrief@me.com

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